Kreuzfahrt ABC
Außenkabinen haben ein Fenster oder gar einen eigenen Balkon und damit eine schöne Aussicht aufs Meer.
Wer rechts oder links sagt outet sich als Landratte! Die linke Seite des Schiffs heißt Backbord, die rechte Steuerbord.
Der Bordfotograf dokumentiert die Reise und macht lustige Fotos von den Passagieren bei der Ankunft, mit dem Kapitän und bei Landausflügen.
Die Bordsprache ist kein Geheimcode der Crew, sondern richtet sich meist nach der am stärksten vertretenen Nation an Bord.
Die Brücke ist der Arbeitsplatz des Kapitäns und seiner Offiziere. Ein oft völlig verglaster Raum mit der besten Aussicht des ganzen Schiffs.
Das gesellschaftliche Ereignis einer Kreuzfahrt schlechthin ist das Captain's Dinner. Besonders Auserwählte lädt er an seinen Tisch ein. Formelle Kleidung ist obligatorisch!
Ohne Casino läuft auf den meisten Schiffen gar nichts. Wie in der heimischen Spielbank mit Roulette, Black Jack und Slot-Maschinen.
Der Cruise Director ist neben Kapitän und Hotelmanager die wichtigste Person an Bord. Er organisiert das gesamte Ausflugs- und Unterhaltungsprogramm.
Deck nennt man das Stockwerk. Seefeste und wohlhabende Kreuzfahrer wählen eine Kabine auf einem hohen Deck. Unten ist es günstiger, wackelt nicht so sehr und ist auch schön.
Early Bird – der frühe Vogel pickt den Wurm. Erste Gelegenheit für Frühaufsteher, mit der täglichen Nahrungsaufnahme zu beginnen.
Einkaufen an Bord ist meist eine Freude. Uhren, Schmuck und Parfümerieartikel sind günstiger als zuhause, da zollfrei.
Das große Abschiedsevent heißt Farewell Dinner und findet meist am vorletzten Abend statt. Formelle Kleidung!
Das Gala-Büfett ist das optisch-kulinarische Hightlight. Hier gibt die Küchenmannschaft alles. Die leckersten Kreationen werden fantasievoll dekoriert, z.B. mit Eisskulpturen. Essen ist erst nach dem Fotografieren gestattet.
Im Hospital werden kleinere und größere Wehwehchen versorgt. Mit an Bord sind immer ein Arzt und eine Krankenschwester. Auf manchen Schiffen gibt es sogar eine Dialysestation.
Der Joggingparcours ist ein, auf den meisten Schiffen unverzichtbarer, Trimmpfad auf einem der oberen Decks zum Kalorienverbrennen zwischen den Mahlzeiten.
Die Kabine ist das Zimmer. Am günstigsten sind die Innenkabinen, Räume ohne Fenster im Inneren des Schiffs. Am teuersten ist die Eignersuite, Räumlichkeiten, die traditionell nach den Wünschen des Schiffeigners ausgestattet sind, aber auch an zahlende Gäste vermietet werden.
Die Kategorie ähnelt dem Sternesystem bei Hotels. Das Schiff sollte mindestens zwei bis drei Sterne haben, sonst ist es vermutlich ein Seelenverkäufer.
Die Kleidungsvorschriften sind nicht mehr so streng. Allerdings sollten es bei formellen Abenden doch dunkler Anzug und Cocktail-Kleid sein. Meist gibt es aber auch informelle Alternativen.
Die Reisegeschwindigkeit wird in Knoten angegeben. (1 Knoten = 1,85 km/h)
Landausflüge gibt es an jedem Ziel. Sie müssen allerdings meist extra gebucht und bezahlt werden. Auf vielen Schiffen informiert ein Lektor vorab über Land, Leute und Sehenswürdigkeiten.
Landratte ist der leicht verächtliche Ausdruck erfahrener Seebären für Menschen, die noch nie zur See gefahren sind.
Die Post der Passagiere wird in der Regel im nächsten Hafen aufgegeben.
Kann ein Schiff den Zielhafen nicht direkt anfahren, liegt es ein Stück vor der Küste auf Reede. Zu den Landausflügen schippert man mit kleinen Tenderbooten, oft die Rettungsboote des Schiffs.
Seelenverkäufer sind Schiffe, die es weder mit der Sicherheit, noch mit Ausstattung und Qualität des Essens besonders ernst nehmen. Nur was für Abenteuerlustige.
Zu Beginn jeder Kreuzfahrt findet die obligatorische Seenotrettungsübung statt. Alle Passagiere müssen sich dazu mit Schwimmwesten an ihren Musterstationen bei den Rettungsbooten einfinden.
Shuffleboard ist der traditionellste Kreuzfahrtsport. Mit langen Stäben werden flache Holzscheiben über Deck geschubst. Lustiger als es klingt!
Die Stabilisatoren sorgen auch bei stärkerem Seegang für ruhige Fahrt.
Stampfen ist die Auf- und Abwärtsbewegung des Schiffs, wird bei Seegang oft unangenehmer empfunden, als das Rollen, die seitliche Schaukelbewegung.
Telefonieren klappt an Bord meist problemlos über Satelliten- bzw. Funktelefon. Ist aber sehr teuer! Ab etwa 10 Euro für die Minute. Einige Schiffe haben auch Internetcafés, die günstiger sind.
Auf vielen Schiffen gibt es zwei Tischzeiten für das Abendessen. Das liegt daran, dass die Restaurants zu klein sind, um alle Gäste auf einmal zu verköstigen.
Trinkgelder für die Kabinenstewardess und die Tischkellner sind ein Muss. Manchmal sind sie schon im Reisepreis enthalten.
Unterhaltung gibt es reichlich an Bord – Shows internationaler Künstler, Bälle, Kostümfeste, Disco. Für jeden Geschmack.
Die Vormittagsbouillon ist ein kleiner Snack, der nach Early Bird und Frühstück, aber vor dem Mittagessen serviert wird.
Die Wellness-Center bieten von Kosmetikbehandlungen, Friseurbesuchen über Sauna, Dampfbad, Massage und Fitnessclubs das komplette Verwöhnprogramm.
Der Zahlmeister ist verantwortlich für den Geldverkehr an Bord. Dazu gehören die Bordkreditkarte und die Wechselstube.