Kreuzfahrt an der Atlantikküste Südamerikas

(Von Nord nach Süd)

Die Atlantikküste Südamerikas hat vom tropisch-heißen Norden bis zu den subantarktisch-kühlen Breiten Feuerlands ein stark variierendes Klima.

Im Norden Brasilien gibt die an der Mündung des Amazonas gelegene Stadt Belém einen ersten Eindruck vom größten Flusssystem der Erde. Die Hauptstadt des Bundesstaats Pará ist seit dem Kautschukboom der wichtigste Hafen des Amazonastieflands. Mehr Information zum Kreuzfahrthafen Belém gibt es in der Amazonas-Rubrik.

Sdamerika_Strand_bei_Salvador

Südlich von Belém wartet Fortaleza auf den Kreuzfahrtpassagier. Die Umgebung der 1609 von Portugiesen gegründete Stadt bietet die schönsten Strände Brasiliens, in Fortaleza laden die Festung Fortaleza Nossa Senhora Da Assuncão aus der Zeit der holländischen Besatzung von 1637-54 und die neugotische Kathedrale Catedral de Sé zur Besichtigung ein.

Recife, die Hauptstadt der Provinz Pernambuco wird von vielen Kanälen und Flüssen durchzogen. das „brasilianische Venedig“ entwickelte sich im 16. Jahrhundert als Umschlagplatz für das nahegelegene Olinda, das Zentrum des Zuckerrohranbaus. Einen Besuch wert sind neben den fantastischen Stränden das Kloster San Antonio mit seiner Capela Dourada einer mit Blattgold geschmückten Kapelle und das Zuckermuseum Museo do Açúcar.

Südlich von Recife führt die Kreuzfahrt nach Salavdor de Bahia, der Samba-Hauptstadt des Axe Bahia. Die Mehrheit der Bevölkerung besteht aus Nachkommen afrikanischer Sklaven, die auf den Zuckerrohrplantagen arbeiteten. Animistische afrikanische Kulte wie Candomblé, Umbanda und Macumba, die den Glauben an Geister beinhalten, sind hier noch weit verbreitet. Sehenswert sind neben der Altstadt das Forte São Marcelo und das Forte San Antonio, die ältesten und schönsten Forts von Salvador. Ferner der Mercado Modelo, der bekannteste Markt Salvadors.

Rio_de_Janeiro_Zuckerhut_und_Copacabana

Das an der Guanabara-Bucht gelegene Rio de Janeiro (Januarfluß) hat neben den weltberühmten Ständen von Ipanema und Leblon oder natürlich der Copacabana weit mehr zu bieten. Neben einer Tour auf den 709 Meter hohen Corcovado mit seiner Christusstatue und einer grandiosen Aussicht auf die Stadt und der Besteigung des Zuckerhut (Pao de Açúcar, es gibt auch eine Seilbahn), laden der architektonische Meilenstein des Kulturpalast, an dem unter anderem Le Corbusier, Lúcio Costa und Osacr Niemeyer beteiligt waren und das Maracanã-Stadion zur Besichtigung an. Weiter Anregungen finden Sich auf der Infoseite über den Kreuzfahrthafen von Rio de Janeiro.

In Punta del Este an der Atlantikküste von Uruguay trifft sich die Haute Volée Südamerikas. Neben dem berühmten Seebad sind die Hauptstadt Montevideo mit seinem kolonialen Charme und Colonia del Sacramento mit seinen verwinkelten Gassen und dem historischen Stadtbild ein lohnendes Kreuzfahrtziel.

In Argentinien lockt die Hauptstadt Buenos Aires. Die Tango-Metropole  wird wegen ihres besonderen europäischen Flairs auch als Paris der Südhalbkugel bezeichnet. Sehenswert sind neben dem historischen Zentrum mit den Regierungsgebäuden und dem Teatro Colón das bunte Hafenviertel von La Boca, der neugestaltete alte Holzhafen Puerto Madero mit vielen Restaurants und Bars, das alte San Telmo mit seinem berühmten Markt auf der Plaza Dorrego und die schicken Stadtteile Recoleta und Palermo

Im Süden von Buenos Aires liegt der Kreuzfahrthafen von Mar del Plata. Das alte Seebad verfügt über mehr als 17 Kilometer weißen Sandstrand, ein großes Kasino sowie Naturreservate in der Umgebung.

Südlich beginnt Patagonien, das Land der großen Füße. An der patagonischen Atlantikküste sehenswert und für Kreuzfahrturlauber gut zu erreichen ist die Valdés-Halbinsel (Peninsula Valdés) mit ihrem großen Naturreservat. Von den Kreuzfahrthäfen in Trelew oder Puerto Madryn geht es zum Nordzipfel, wo große Kolonien von See-Elefanten, Seelöwen und Pinguine zu Hause sind. Auch Orcas gehen hier regelmäßig auf die Jagd nach Robben-Nachwuchs.

Magellan-Pinguine_Valdes_Halbinsel

Noch weiter südlich liegt die Insel Feuerland (Tierra del Fuego). Sie bildet den südlichsten Zipfel Argentiniens und ist durch die Magellanstraße vom Festland getrennt. Die reizvolle Insellandschaft ist von Wäldern, Seen und ewig vereisten Bergketten geprägt. Das Nationalparkterritorium hat aber auch endlose Weideflächen, die zur Schafszucht genutzt werden. Im Süden Feuerlands liegt Ushuaia, das sich selbst als südlichste Stadt der Welt bezeichnet. Die am Beaglekanal gelegene Stadt wurde 1868 als protestantische Missionsstation gegründet und 1884 zur Hauptstadt des Nationalterritoriums Feuerland erhoben. Nördlich der Stadt liegt der Nationalpark Tierra del Fuego, der zahlreiche wilde Tier, unter anderem den Andenkondor beheimatet.

An der Südspitze des Kontinents liegt schließlich, wo Atlantik und Pazifik aufeinandertreffen, das berüchtigte Kap Hoorn. Für den Möchtegern-Seebären auf seinem Kreuzfahrtschiff bietet die Umfahrung des Kaps trotz der komfortablen Umgebung noch immer genug Stoff für reichlich Seemannsgarn.